Olivaer Platz - die Basisarbeit

AG Olivaer Platz: „Der ganze Olivaer Platz soll ein grüner Metropolenplatz werden.“

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Nach vier Jahren Arbeit ist es nun so weit: in diesem Herbst 2011 wurde ein Wettbewerb ausgelobt für einen neuen Olivaer Platz. Am 1. Dezember liegen die Ergebnisse vor und es kann diskutiert werden.


W e t t b e w e r b O l i v a e r P l a t z

Ergebnisse


1. Dezember
17.30 h Rundgang zu den Wettbewerbsergebnissen
18.30 h Öffentliche Diskussion in Anwesenheit der Jury
Amerikahaus, Hardenbergstraße 22-24

Uff! Es war viel Arbeit und wird uns noch weiter beschäftigen. Denn alle Diskussionen und Gespräche haben uns in unserem Ziel bestärkt: Der Olivaer Platz ist ein hervorragender Standortfaktor für´s Wohnen, für die Freizeit, für die kleinteilige Wirtschaft ! Jetzt besteht die Chance, diesem Standort gerecht zu werden. Es ist nicht überraschend, dass es auch abweichende Meinungen gibt, insbesondere was die Aufgabe des öffentlichen Parkplatzes betrifft. Es ist ja auch bequem, hier kostengünstig zu parken - direkt hinter´m Ku-Damm. Aber Bequemlichkeit ist nicht unser Leitmotiv. Uns bewegen Stadtentwicklung und Städtebau, und darin Umweltpolitik, Verkehrspolitik, Wohnungspolitik und Wirtschaftspolitik.

Aber lesen Sie selbst, was uns antrieb und was uns umtreibt. Eine spannende Entwicklung.

Wir sind Mitglieder der örtlichen SPD, die sich 2007 in einer Arbeitsgruppe zusammengefunden haben, um den Olivaer Platz zu verändern. Wir interessieren uns für Ihre Sicht auf den Olivaer Platz und kommen gerne mit Ihnen ins Gespräch. Ihre Ansprechpartner der Arbeitsgruppe Olivaer Platz bei Rückfragen und Anregungen sind:

Monica Schümer-Strucksberg Tel. 881 69 94 email: m.schuemer (at) berlin.de

Matthias Zipser Tel. 3020 7225 email: matthias (at) familie-zipser.de

Wir pflegen auch einen Verteiler, in dem wir Sie über unsere Arbeit und über Aktuelles zum Olivaer Platz informieren möchten. Wer noch keine Adresse bei uns hinterlegt hat und auch in den Verteiler aufgenommen werden möchte, bitten wir um eine E-Mail-, Fax- oder Postadresse.

Probleme und Chancen des Olivaer Platzes

Dieser Standort verdient einen vergrößerten, schönen, grünen Metropolenplatz, der die unterschiedlichsten Nutzer anziehen wird: die jungen und alten Anwohner, in der Mittagszeit Menschen aus den vielen umliegenden Büros, die Gäste der vielseitigen Beherbergungsbetriebe im Einzugsgebiet und der umgebenden Gaststätten und, die Kudamm-Bummler und Touristinnen und Touristen.

Luftbild Olivaer Platz

Das ist bisher nicht der Fall, weil der Platz nicht zum Aufenthalt einlädt, ja sogar abschreckt.

Er ist ein großes Hundeklo. Die Grünanlage ist verdreckt, die Mauerecken sind in einem bedauernswerten Zustand, die Rabatten sind nicht zeitgemäß, die Wege sind reparaturbedürftig und teilweise überflüssig, die Rasenflächen sind nicht benutzbar. Ein großer Teil des Gesamtplatzes ist als Parkplatz fehl- bzw. untergenutzt, tagsüber ist die Mehrzahl der Autos dort ganztägig abgestellt.

Die Bedeutung des Platzes nach unserer Meinung und seine Chancen:

Der Einzugsbereich, der Kurfürstendamm, die Wohngebiete rund um den Olivaer Platz und die Geschäfte, Hotels und Arbeitsstätten am Platz und in den einmündenden Straßen benötigen einen vergrößerten und modern gestalteten Platz und werden davon profitieren.

Eine verbesserte Aufenthaltsqualität mit erweiterten Angeboten für die sehr unterschiedlichen potenziellen Nutzergruppen wird die gute Wohnsituation ergänzen und stabilisieren, den Anwohnern und den arbeitenden Menschen im Gebiet einen öffentlichen Ort für ihre Freizeit bieten und durch seine direkte Anbindung an den Kurfürstendamm und durch eine überregionale Attraktivität den etablierten, aber wirtschaftlich kämpfenden Geschäften und der Gastronomie neue Kunden ( Kudamm-Bummler und Touristen) zuführen, weil der neue Platz ihnen ein Ziel zum Verweilen anbieten kann.

Wir haben positive Beispiele für eine Veränderung gezeigt: z.B. den Bryant Park in New York mit einer engagierten Unternehmer-Initiative für neue Angebote ( eine Darstellung dieses Modells kann bei uns als pdf abgerufen werden),

Bryant Park

oder den Place des Vosges in Paris mit einer vielgenutzten Grünfläche.

Place Vosges

Aus den öffentlichen Diskussionen griffen wir den Wunsch auf, die südlich an den Platz angrenzende Straße zwischen Xantener Straße und Pariser Straße weitgehend zu beruhigen.

Was haben wir bisher erreicht?

“Wir haben in vier Jahren
• den Bebauungsplan für ein Investorenprojekt gekippt
• den Übergang der letzten öffentlichen Platzfläche am Kurfürstendamm an den Liegenschaftsfonds für einen Verkauf verhindert
• alle beteiligten Verwaltungen für eine neue städtebauliche Planung sensibilisiert
• die politische Mehrheit für eine grüne Platzplanung in der Bezirksverordnetenversammlung organisiert
• die Anrainer und die Anwohnerschaft immer wieder fachlich informiert und mit ihnen diskutiert, bei ihnen das Wissen verankert, dass hier etwas geschehen muss und geschehen wird
• die Finanzierung für einen offiziellen Aktivierungs- und Planungsprozess akquiriert
• die Mehrheit für einen B-Plan-Änderungsbeschluss und für die Einleitung eines Wettbewerbs geschaffen
• die Aufrechterhaltung einer mindestens teilweisen Aufhebung der Parkplatznutzung als Wettbewerbsauftragtrotz Wahlkampfzeit erreicht
• Finanzierungszusagen für die Realisierung eines Umbaus veranlasst
• eine unabhängige Fachveranstaltung am Platz im Vorfeld des Wettbewerbs ausgeknobelt, die den Verwaltungen, der Politik und dem Wettbewerb Mut zur Zukunft machen soll
und nun hoffen wir, dass alle ihre Arbeit für uns Bürger/innen gut machen.

Der Parkplatz... der Städtebau...

Der Parkplatz ……
früher ein Wohnblock, dann als eine Grünfläche ausgewiesen, als das Auto unser wichtigstes Möbelstück wurde, ein öffentlicher Stellplatz.
Wir möchten ihn in den neuen Metropolenplatz einbeziehen.

Das Verkehrsgutachten …..
hat uns in diesem Wunsch bestärkt. Es weist nach, wie sehr der Olivaer Platz vom Durchgangsverkehr belastet ist und wie wenig das schöne Potenzial des Standortes genutzt wird. Hier entfalteten sich eine heftige Diskussion und die größte Kreativität in Versammlungen, Gesprächen und Stellungsnahmen.

Die Lietzenburger Straße …
als große West-Ost Verbindung mit einer Untertunnelung des Kurfürstendamms und auch zu seiner Entlastung geplant und zur Rennstrecke ausgebaut trennt die Sonnenseite des Platzes und die Nebenstraßen zum Kurfürstendamm vom Platz, macht diesen dadurch aus dieser Sicht zur Restfläche. Das ist wohl in absehbarer Zeit nicht rückgängig zu machen. Kann diese Schneise für den Metropolenplatz in Zukunft leichter überwindbar gemacht werden? Die Fachleute sind gefragt.

Die Südseite des Platzes,…
von der Konstanzer Straße bis zur Württembergischen Straße, an den Rändern voll gestellt mit parkenden Autos, wird zunehmend als schneller Schleichweg zur Umfahrung der Kreuzung Konstanzer Straße, Lietzenburger Straße, Kurfürstendamm genutzt, vornehmlich als Durchgangsverkehr, nicht als Ziel- und Quellverkehr für Anrainer und Anwohner… bis auf die Parkplatznutzer. Der Park ist hier eingezäunt, damit hier niemand einfach rüber läuft. Der Zusammenhang zwischen Platz und Wohngebiet und Platzrand ist gravierend gestört. Die Bewohnerschaft schlägt vor, die gesamte Fläche zwischen Bregenzer und Bayrischer Straße zum Park hin aufzupflastern und zum Begegnungsraum zu machen. Notwendige Autoverkehre wären möglich, die Zufahrten zu Seitenstraßen und Anrainern offen, der Zusammenhang zum Metropolenplatz würde sichtbar und einladend.

Auf der Konstanzer Straße …
ist der Durchgangsverkehr kaum zu bewältigen, hier gibt es eine der höchsten Luftbelastungen durch Abgase und Staube in ganz Berlin. Die Abhängigkeit von überregionalen Verkehrswegen ist derzeit nicht zu überwinden. Aber muss der Zugang zum grünen Platz dermaßen abgeriegelt sein, abstoßen, zur Notdurft einladen? Wie wäre es mit einer ganz anderen Einladung: vom Kurfürstendamm, von der Duisburger und der Xantener Straße, von den Anrainer Olivaer Platz 17 und 18 wahrnehmbar. Hier sind wahrlich die Fachleute gefragt

Die Württembergische Straße,….
der Olivaer Platz 8-10, als Verbindung hin zur Schlüterstraße könnte mit seinem Raum für südwestlich ausgerichtete Vorgärten ein bevorzugter Standort am Platz sein, wenn die Zufahrten zum jetzigen Parkplatz entfielen und ohne größeren Eingriff in den Verkehrsstrom zu unternehmen, da beide Anschlussstraßen eigentlich verkehrsberuhigt sind. Hier benötigt der Metropolenplatz seine Erweiterung und seine Öffnung hin zur Pariser Straße mit ihren guten Geschäften und Wohnungen.

Und wohin kommen dann die Autos ….
der Geschäftskunden und Besucher aller umliegenden Straßen, der Klienten und Arbeitnehmer, der Langzeitparker, der Hotelgäste von auswärts? Wenn sich jeder an seinem Ziel oder Standort genauer umsähe, entdeckten er und sie die nahen Angebote in Parkhäusern, über 2000 an der Zahl, nur zu maximal 20 % ausgelastet, aber natürlich teurer als noch auf öffentlichen Flächen – oft wenig weiter entfernt als der Parkplatz auf dem Olivaer Platz. Für welche Dienstleistung an diesem Standort ist eine solche Miete nicht tragbar?
Der Platz selbst ist mit sechs Buslinien, einer nahen U-Bahn und einer in 10 Minuten erreichbaren S-Bahn-Station hoch erschlossen. Die Einrichtung eines strikten Anwohnerpark-Gebots würde helfen. Der Park-Such-Verkehr würde abnehmen, weil das verführerische Ziel entfiele.

Wir haben einmal nach draußen geguckt, nach Paris, nach New York, nach London, nach Sevilla, nach Athen und Kopenhagen …… Es gibt Warnzeichen und Anregungen für die Fachleute.

Unsere Vorstellung von Stadt, von ihrer Schönheit, von ihrer Benutzbarkeit wurde angeregt. Berlin hat die große Chance mit seinen Plätzen Stadtentwicklung zu fördern. Der Olivaer Platz hat es verdient, er bietet die Potenziale dazu.

Frauenblicke auf den Olivaer Platz

Die derzeitige Gestaltung und Nutzung des Olivaer Platzes sowie Aspekte der verkehrlichen Einbettung behindern die freie Nutzung der öffentlichen Flächen durch Frauen, Mädchen und kleine Kinder in größerem Maße als dies ohnehin auch für die übrige Allgemeinheit zutrifft.

Dunkle Ecken am Olivaer Platz

Mauern und Hecken formen eine Reihe von ehemals als „geschützt“ angesehenen Aufenthaltsflächen, die nur begrenzt eingesehen werden können. Sie waren einmal unterschiedlichen Freizeitaktivitäten zugedacht ( Spieltische, Sandkasten, Ruhezonen). Die überwiegende Nutzung durch Trinker und Trinkergruppen, vorwiegend männliche Langzeitnutzer und Hundebesitzer, zu bestimmten Zeiten möglicherweise auch durch Drogenhändler, hat eine Nutzung durch Kleinkinder (Sandkästen sind seit vielen Jahren beseitigt) und Frauen vertrieben.

Auf der Parkseite des Essens- und Getränkekiosks und davon ausgehend entlang der kleinen Wasserfläche und des gesamten Hauptwegs hat sich die Vereinnahmung durch diese Nutzergruppen verfestigt. Sie beherrscht damit den gesamten Park. Frauen haben im Zusammenhang mit den öffentlichen Veranstaltungen einer Initiativgruppe zum Olivaer Platz 2009 wiederholt formuliert, dass sie den Park nicht mehr nutzen, ihn auch nicht mehr gerne durchqueren, weil sie „angepöbelt“ werden, keine davon freie Aufenthaltsfläche finden und sich dort nicht sicher fühlen.

Die Rasenflächen sind durch die Verschmutzung durch Hundehaufen unbenutzbar. Die Hecken und Büsche rund um den Platz, um die Mauerecken und hin zur südlich angrenzenden Strasse mit Taxistand werden von Männern als Pissoir benutzt. Ein Aufenthalt in ihrer Nähe ist unmöglich. Die Benutzbarkeit des Gehwegs entlang der südlichen Parkseite ist dadurch eingeschränkt.

Der erhaltene Spielplatz liegt zwischen Park und Parkplatz, durch viele angrenzende Bäume dunkel, zumeist feucht, ärmlich ausgestattet, nur über einen schmalen wenig einsehbaren Weg am Parkplatz entlang erreichbar. Er wird deshalb kaum genutzt und bildet eine weitere dunkel wirkende Fläche am Rande des Parks. Erheblich für die geringe Nutzbarkeit der Spielfläche ist die gestaltungs- und nutzungsbedingte Trennung von Erwachsenen und Kindern.

Die gesamte Platzfläche ist von starkem Autoverkehr umgeben. Im Norden ist der Park zur Lietzenburger Straße hin zum Autoverkehr durch Mauer und dichtes Gebüsch abgeschottet. Von dort ist die Zugänglichkeit begrenzt: in der Nordwestecke durch die Trinkerszene hindurch, an der Nordostecke nur über die Hauptverkehrsstrasse durch eine dunkle Querung des Parks. Die Südseite des Parks ist geprägt durch die Straßenverbindung zwischen der Xantener Straße über die Konstanzer Straße zur Pariser und Württembergischen Straße. Sie wird zunehmend als Umgehungsstraße mit hohen Beschleunigungsversuchen genutzt. Der schmale Gehweg ist durch Gebüsch und/oder einen niedrigen Zaun zum Park hin begrenzt. Auch diese Straße beeinträchtigt die übersichtliche und einfache Erreichbarkeit des Parks in hohem Maße. Der straßenbegleitende ruhende Verkehr schränkt die Einsehbarkeit fast gänzlich ein. Es ist deshalb nachvollziehbar, warum im Park kaum Kinder anzutreffen sind.

Die Möglichkeit für Kinder, sich im öffentlichen Raum kindgerecht und sicher zu bewegen und Spielflächen in erreichbarer Nähe zu finden, sind gering. In den umgebenden Wohngebieten nimmt der Kinderanteil wieder zu, der Bedarf wird also auch noch steigen.
Der Park Olivaer Platz und seine Durchwegung sind insgesamt nicht beleuchtet. Der hohe Baum- und Buschbestand verstärkt die Dunkelheit und vermindert zudem eine eventuelle indirekte Beleuchtung durch die umgebenden Straßen.

Obwohl der Parkplatz selbst übersichtlich angelegt ist, vermittelt er Frauen zumindest in der Dämmerung und in den Nachtstunden ein Gefühl der Unsicherheit. Das liegt zum Teil an der visuellen Abschottung zu den Straßen hin und an langen Wegen zu einem Ausgang, zum Teil an der zunehmenden Zahl von Beschädigungen (abgebrochene Spiegel ) und Autoaufbrüchen.

Wir sind deshalb der Auffassung, dass auch aus gleichstellungspolitischer Sicht eine Umgestaltung des Olivaer Platzes hin zu einem für alle Nutzergruppen gleichermaßen zugänglichen Metropolenplatz dringend erforderlich ist.

Verkehrsgutachten liegt vor

Mittlerweile liegt das vom Bezirksamt in Auftrag gegebene Gutachten zur Verkehrs- und Parkplatzsituation rund um den Olivaer Platz vor. Hier können Sie eine Kurzfassung als pdf-Datei abrufen. Kurzfassung Verkehrsgutachten Olivaer Platz (pdf)

Die Gesamtfassung des Gutachtens können Sie bei uns per Mail anfordern.

Das Gutachten zeigt im Detail die Verkehrsströme und die Nutzung der Stellflächen auf. Es werden alle unsere bisherigen Annahmen bestätigt:

• Die Straßenbelastung der südlich und östlich angrenzenden Straßen resultiert zum allergrößten Teil aus Durchgangsverkehr. Das heißt moderate Verkehrslenkungs- und Straßengestaltungsmaßnahmen können zu Entlastungen führen, ohne die Verkehrsknotenpunkte übermäßig zu belasten. Totalschließungen werden als nicht empfehlenswert dargestellt. Welche Maßnahmen an welcher Stelle greifen sollten, - hierfür gibt es eine sorgfältige Aufstellung - kann in Ruhe im weiteren Planungsverfahren zur Vorbereitung des Wettbewerbs erarbeitet werden. Hierzu trifft sich die Arbeitsgruppe mit interessierten VerfahrensteilnehmerInnen.

• Die Stellplatzanlage ist während der Geschäfts- und Kneipenzeiten voll ausgelastet, aber außerhalb dieser Zeiten nur zu einem Drittel von der Anwohnerschaft belegt. Stellflächen auf umgebendem öffentlichem Straßenland könnten 123 entfallende Stellplätze bis in die späten Abendstunden nicht kompensieren.
Die Gutachter betrachten für ihre Empfehlung nur die öffentlich zur Verfügung
gestellten Flächen und empfehlen nur eine „moderate Reduzierung“ der Stellplätze
auf dem Platz. Dafür zeigen sie verschiedene Alternativen. Eine Kompensation
durch neue Stellflächen im Straßenland im direkten Umfeld sehen sie nicht.

• Eine von uns geforderte Kartierung der privat angebotenen Stellplätze wurde nur hinsichtlich der Parkhäuser erbracht. Schon die Stellplätze in den bestehenden Parkhäusern in erreichbarer Nähe bieten danach bis zu 2000 Plätze, die bisher nur durchschnittlich zu 10 % ausgelastet sind. Weitere Recherchen von uns erbrachten viele zusätzliche, zum Teil kleinteilige Angebote in direkter Nähe des Platzes.

Auf dem Hintergrund dieser Ergebnisse halten wir an unserer „Vision“ für den Platz fest. Auch bei einer Berücksichtigung der unterschiedlichen Interessen (z.B. der auto-abhängigen Nutzer) sind keine unüberwindbaren Hindernisse für eine zukunftsgerichtete Platz- und Innenstadtentwicklung zu erkennen. Dafür wird es notwendig sein, bestehende Möglichkeiten für Stellplatznutzung genauer zu erfassen und über einen neuen Zugang zu diesen Potenzialen nachzudenken. Unseres Erachtens könnte ein öffentlich-privates Kooperationsverfahren einen sachgerechten Interessenausgleich zwischen privaten Stellplatzanbietern und
Stellplatznachfragern erarbeiten.Der Platz würde frei von Autos, die Parkplatzsuchenden fänden Plätze in unmittelbarer Nähe.

Warum heißt der Platz Olivaer Platz?

Hat er was mit Oliven zu tun?

Nein! Nicht direkt.
Der Platz heißt nach dem Ort Oliva (polnisch Oliwa) bei Danzig (polnisch Gdansk) und dem dazugehörigen ehemaligen Zisterzienserkloster und der dazugehörigen Kirche. . Es ist ein ganz besonders schöner Ort, der heute einen Teil des Polnischen Nationalmuseums beherbergt.

Ja! Im Wappen des Klosters nimmt eine Olive Bezug auf seine Geschichte.

Sie können den Ort Oliwa hier kennenlernen!!
Im Zuge unserer Aktivitäten zur Neugestaltung des Olivaer Platzes und der Ausstellung Olivaer Platz - gestern,heute morgen – des Regionalmanagements City West ist ein Stück Oliwa nach Berlin gekommen: in einer Ausstellung des polnischen Nationalmuseums aus Oliwa.

Ende Augsut wird die gesamte Ausstellung in den Fenstern des hauses Olivaer Platz 7Olivaer Platz gezeigt. Herzlichen Dank an den Eigentümer.

Ein Gespräch zur Verkehrsberuhigung

Auf den öffentlichen Veranstaltungen und in Schreiben an die Arbeitsgruppe sind immer wieder Maßnahmen gefordert worden, die den Verkehr im Süden des Olivaer Platzes beruhigen. Um einmal genauer darüber miteinander sprechen zu können, hat die AG über ihren „InteressentInnen-Verteiler“ zum 19.12.2010 ins Lokal „Olive“ am Olivaer Platz eingeladen. Knapp 25 Anwohnerinnen, Anwohner und Fachleute haben sich zweieinhalb Stunden dafür Zeit genommen. Wir finden es sinnvoll, ein Votum in die Vorbereitung der Wettbewerbsausschreibung einzubringen.

Zur Verkehrsberuhigung
Der SPD-Verkehrsexperte Christian Gaebler erläuterte an Hand des vorliegenden Gutachtens die jeweiligen Auswirkungen der vom Bezirk vorgestellten Varianten A-G auf den gesamten Einzugsbereich sowohl hinsichtlich des fließenden als auch des ruhenden Verkehrs (s. Verkehrsgutachten von HJPplaner mit LK-argus). Stadtrat Schulte stand für Rückfragen zur Verfügung.
Aus unserem Gespräch lassen sich folgende Tendenzen herauskristallisierten:

1. Zur Straßen- und Verkehrssituation südlich und östlich vom Platz (zwischen Konstanzer Straße und Württembergischer Straße)

Vorherrschend war der Wunsch nach Verminderung und Verlangsamung des Pkw-Verkehrs in der Innenstadt generell. Es wurde betont, dass eine wirksame Beruhigung erst längerfristig durch ein großräumiges Gesamtkonzept zur Beruhigung, zu Nutzungszonen und zu Umgestaltungen erreicht werden kann. Eine solche Planung wird angemahnt.
Ausgangspunkt für die Überlegungen war die Information aus dem Gutachten, dass der ganz überwiegende Anteil des Verkehrs südlich des Olivaer Platzes reiner Durchgangsverkehr ist.
Eine völlige Schließung des südlichen Platzrands für den Autoverkehr wäre zur Anbindung des Geschäfts- und Wohnviertels an den Park ein Traum, aber sowohl unrealistisch, als auch aus Sicht der angrenzenden Wohnstraßen Bayrische Straße und Bregenzer Straße wegen des vermehrten Innenverkehrs nicht wünschenswert (Aufhebung der Einbahnstraßenregelungen in der Barischen und der Bregenzer Straße würde zu erhöhter Belastung führen) .
Auch eine totale Schließung für den Durchgangsverkehr zwischen der Xantener bzw. Konstanzer Straße und Pariser Straße bzw. Württembergische Straße unter Aufrechterhaltung des Anwohnerverkehrs scheint nicht durchsetzbar (versenkbare Poller: teuer und kompliziert / Verkehrsanordnung „Durchfahrt nur für AnwohnerInnen“: unwirksam).
Die östliche Parkbegrenzung, der Straßenzug von der Württembergischen zur Schlüterstraße, sollte als Durchfahrt erhalten bleiben, da das dortige Verkehrsaufkommen erheblich ist und nicht ohne unerwünschte und schwer absehbare Folgen für die Pariser Straße umgeleitet werden könnte.

Zwei Ansätze blieben in der Diskussion:

a. Alternativen B und C mit einer direkten Anbindung des Parks entweder durch Schließung der Fahrbahn zwischen Bregenzer und Bayrischer Straße oder durch Offenhaltung der Fahrbahn lediglich zwischen Bregenzer und Bayrischer Straße.

b. Das Konzept eines erschwerten Durchgangsverkehrs insgesamt durch Aufpflasterungen und Verengungen an den Einfahrten Konstanzer Straße und Württembergische Straße sowie für großzügige Übergänge in den Park.
Als eine großräumige unterstützende Maßnahme sollte der Durchfahrverkehr durch die Xantener Str. schon an der Brandenburgischen Straße abgeleitet werden.

2. Zum ruhenden Verkehr
In der Frage nach Raum für den ruhenden Verkehr herrscht in dieser Versammlung nahezu Einigkeit: es muss Parkraum bleiben um den Platz herum, aber auf dem Platz selber darf der Platz nicht zum Abstellen von Autos vergeudet werden. Die Veranstalter, die AG Olivaer Platz, erklären nachdrücklich, dass sie sich für dieses Konzept einsetzen, ergänzt durch weiterführende Ideen zur Stellplatzversorgung, die für die Planung des Wettbewerbs herangezogen werden sollten.
Für die Vermehrung des Parkraums um den Olivaer Platzes bleibt die Einrichtung von Schrägparken z.B. an der Südseite der Lietzenburger Straße unter Mitnutzung des überdimensionierten Fußgängerbereichs, insbesondere auch dann wenn dort nicht auf einen Hundeauslauf verzichtet werden kann..
Parkraum ist kostbar, das sollte der Öffentlichkeit auch in Charlottenburg-Wilmersdorf bewußt gemacht werden durch Erhöhung der Parkgebühren und Bußgelder in den bewirtschafteten Flächen. (Der anwesende zuständige Stadtrat will da handeln). Hinweise auf Parkhäuser in der Nähe, die bekanntermaßen zu 80% leer stehen, sollten in ein Parkleitsystem aufgenommen werden.
Die Arbeitsgruppe Olivaer Platz hat darüber hinaus die Erarbeitung einer Kooperation zwischen Bezirk und privaten Stellplatzanbietern gefordert: Zusätzlich zu den mehr als 2000 Stellplätzen in fußläufig erreichbaren Parkhäusern werden in den umliegenden Straßen, in Höfen und Tiefgaragen private Stellplätze in großer Zahl öffentlich angeboten. Es sollte ein gemeinsames Interesse von Anbietern und dem Bezirk zu erarbeiten sein, dass dieses Stellplatzangebot genutzt wird. Möglicherweise können auch diese Anbieter ein Interesse an der Qualifizierung des Standortes Olivaer Platz/ Kurfürstendamm insgesamt entwickeln. Stadtrat Schulte stellt in Aussicht, ein solches Partnerschaftsverfahren zu organisieren und dabei auf angemessene Parkkosten zu drängen.

Zur Platzentwicklung
Zur Platzgestaltung an sich wird noch einmal das Konzept eines Metropolenplatzes versus Kiezplatz hervorgehoben: während der Kiezplatz versteckt in einem Wohnviertel mit Spielplatz und „Sonnenbank“ in erster Linie den Anwohnern dient, soll der Metropolenplatz -leicht erreichbar für alle (die AnwohnerInnen und Besucher, Touristen, Kunden und Geschäftsleute) da sein, sie anziehen und „bedienen“. Er muss nach allen Seiten offen und zugänglich und einsetzbar für verschiedenste Nutzungen sein.
Der Olivaer Platz ist unbedingt im Zusammenhang mit dem Kurfürstendamm zu sehen. Er funktioniert als Zielpunkt für einen Kudammbummel, er bildet die grüne, luftige sonnen- und schattenspendende Alternative zu den Stadtplätzen wie dem Walter Benjamin Platz und dem George Grosz Platz. Wie diese wertet er die Umgebung und die Geschäfte drum herum auf und kann so erheblich zur Wirtschaftsförderung beitragen.Er wird ebenso eine Fortsetzung der Plätzeabfolge Viktoria-Luise-Platz, Prager Platz, Fasanen-Platz und Ludwig-Kirch-Platz bis zum Olivaer Platz sein. Die City West wird damit eine neue Attraktion bieten: eine Perlenkette von unterschiedlichen Plätzen.
Um den Blick auf den Standort zu schärfen wird ein mit der Hochschule Wismar erarbeitetes Modell mit einer speziellen Aufgabenstellung gezeigt, das deutlich macht, welche Wirkung ein großzügig und klar gegliedertes „Design“ haben können, das in der Mitte zudem einen besonderen Akzent setzt.

Zum Schluss gab es Fragen zur Finanzierung:
Nach Aussagen der anwesenden Vertreter von Politik und Verwaltung ist für den Umbau des Platzes bisher ca. 1 Mill. Euro angemeldet und vorgemerkt. Ein Anliegerbeitrag muss nicht befürchtet werden, da es sich um ein überregionales Vorhaben im gesamtwirtschaftlichem Interesse handelt. Für eine erfolgreiche Bewirtschaftung des Platzes wird ein weiteres Verfahren zum public-private-partnership initiiert.

Insgesamt wurde die Kleingruppen-Arbeit als besonders aufschlussreich und erfreulich bezeichnet.
Dezember 2010

Termine

Alle Termine öffnen.

21.11.2017, 19:30 Uhr - 21:30 Uhr Abteilungsversammlung
Thema: Selbstverwaltete Kulturzentren - was ist das das? Referent: Rainer Witteck, Sprecher der Initiative Sc …

25.11.2017, 11:00 Uhr - 16:30 Uhr Workshop "Für wen machen wir Politik - was tun?
Referent: Thorben Albrecht, Staatssekretär beim BM für Arbeit und Soziales; Leitung: Farhad Dilmaghani

12.12.2017, 19:30 Uhr - 21:30 Uhr Jahresendfeier

Alle Termine

KOSTENLOSE RECHTSBERATUNG

Die SPD Wilmersdorf-Nord bietet  jeden 2. Mittwoch im Monat für Fragen des Miet-, Familien- und Arbeitsrechts eine kostenlose Beratung an.

Die Termine:

Mittwoch, 08.11.2017, 17:30 - 18:30 Uhr

Mittwoch, 13.12.2017, 17:30 - 18:30 Uhr

Ort: SPD-Laden in der Kita Aventura, Nikolsburger Platz 6, 10717 Berlin (U-Bahnhof Hohenzollerndamm).

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